An allen Ecken und Enden hört man es. Ob im privaten Umfeld oder im Business-Bereich, ISDN ist auf dem Rückzug. Deutschlands größter Netzbetreiber hat ein ambitioniertes Ziel: Bis Ende des Jahres 2018 sollen sowohl ISDN– als auch analoge Anschlüsse auf die moderne IP-Plattform umgestellt werden, neudeutsch: All-IP.
Die Gründe dafür sind recht offensichtlich, so verursacht die Pflege zweier Netzwerktechnologien die doppelten Kosten und die doppelte Arbeit. Vereinzelt ist schon davon die Rede, dass Ersatzteile für die entsprechenden Gerätschaften nicht mehr lieferbar sind. Zugegebenermaßen sprechen wir hier von ISDN-Geräten der Deutschen Bundespost aus den frühen 1990ern…

„Was nun?“

werden sich viele Fragen. Bringt die Umstellung mehr Probleme, Aufwand und Kosten mit sich, als dass sie irgendwem etwas nutzen würde?
Alarmanlagen, Aufzüge, Bezahlsysteme und nicht zuletzt die ISDN-Telefonanlage mitsamt den Telefonen, all diese betriebskritischen Geräte sind von der Umstellung betroffen. Konsequenter Weise sollten solche Geräte All-IP-fähigen Geräten weichen.
Solche Probleme sind eher genereller Natur, die jeder größere Technologiewandel mit sich bringt. Natürlich handelt es sich in diesem Fall um einen Wandel mit gravierenden Folgen, aber falls es Sie beruhigt, auch für die Deutsche Telekom ist das Projekt All-IP eine der größten Umstellungen der Unternehmensgeschichte.

Das kann All-IP

Mit Blick auf die positiven Aspekte der All-IP-Technologie, stellt man recht schnell fest, dass sich mit der neuen Technik auch neue Wege und Möglichkeiten eröffnen. Moderne VoIP-Telefonanlagen kommen mit einer Vielzahl an aberwitzigen Funktionen daher. Die Administration erfolgt zumeist über eine intuitive Weboberfläche statt umständlich per telnet, ssh, CLI, Kundenmanager Software oder noch schlimmer. Solche VoIP-Telefonanlagen können oftmals in der Cloud betrieben werden, sind von überall erreichbar und die Kommunikation zwischen IP-Telefon und Anlage kann abhörsicher und verschlüsselt erfolgen. Die Anbindung von mobilen Endgeräten erfolgt nahtlos und dazugehörige Apps liefern etliche Zusatzfunktionen. Die Sprachqualität nimmt stetig zu, so sind zum Beispiel bei HD-Telefonie statt dem üblichen Frequenzspektrum von 300-3400 Hz nun 50-7000Hz möglich. Das ist annähernd das Frequenzspektrum von 20-8000Hz einer Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht!
Auch Videotelefonie ist dank der All-IP-Technologie mit entsprechenden IP-Telefonen möglich. Dass mit dem Wegfall von Splitter und NTBA weitere Fehlerquellen Ihrer Infrastruktur entfallen sei nur am Rande erwähnt.

Die Möglichkeiten sind genauso zahlreich wie vielseitig. Sehen Sie die Umstellung von ISDN auf All-IP vielmehr als Chance Ihre Unternehmensinfrastruktur stetig zu verbessern und auf den neusten Stand zu bringen. Warten Sie nicht erst bis Ihnen die ISDN-Kündigung ins Haus steht, planen Sie schon im Vorfeld Ihre neue, innovative VoIP-Telefonanlage. Mit VPN Deutschland setzen Sie auf einen starken Partner im Bereich IP-Telefonie.

 

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/dosentelefon-voip-over-ip-dose-568056/

Eric Sieker

Eric Sieker

Seit Sommer 2016 bei VPN Deutschland. Zuständig für den technischen Support in den Bereichen MPLS, Internetleitungen, VoIP und Fortinet.

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